Mittwoch, 28. Januar 2009

Digitale Freunde: Reine Online-Freundschaften auf dem Vormarsch

Weltweite digitale Trends zeigen ansteigende Zahl von Online-Freundschaften.

Eine neue Studie von TNS Global bringt viele neue Erkenntnisse rund um die letzten digitalen Trends. Die Studie mit dem Titel „Digital World, Digital Life“ wurde mit 27000 Teilnehmern zwischen 15 und 55 Jahren in 16 Ländern durchgeführt.

Ein Highlight der Studie ist die Nachricht, dass virtuelle Freundschaften für viele Menschen in der westlichen Welt Normalität geworden sind. Die Branchen-Seite „Herd“ berichtet, dass Menschen aus UK durchschnittlich 17 reine Online-Freunde haben – die 25% der gesamten Freunde ausmachen.

Überraschenderweise hatte die Altersgruppe zwischen 35 und 44 Jahren mit 33% Freunden im Internet einen höheren Anteil an reinen Online-Freunden als jüngere Altersgruppen. Amerikaner sehen den Anteil ihrer Online-Freunde bei 20 Prozent, während Australier hier den höchsten Prozentsatz von 40 Prozent vorzuweisen haben.

Wenn es um die Freizeit geht, verbringen wir in Westeuropa, Nordamerika, Australien und Neuseeland mittlerweile zwischen einem Viertel und einem Drittel unserer Zeit online.

„Basierend auf den Daten von TNS kann gesagt werden, dass 30 Prozent der Konsumenten ihre Freizeit so verbringen, dass sie keinen klassischen großen Werbekampagnen ausgesetzt sind“, meint TNS.

Die Umfrage fand desweiteren heraus, dass britische Hausfrauen 47 Prozent ihrer Freizeit online verbringen. Hausfrauen aus UK surfen somit häufiger im Internet als die Chinesen (44 Prozent) und Koreaner (40 Prozent). Der Rest der Briten verbringt ungefähr 28 Prozent der Freizeit im Internet.

Die Statistiken von TNS unterstützen auch die Ergebnisse einer auf die USA fokussierten Studie von Pew Research, die herausfand, dass viele Leute Blogs wenig glaubwürdig finden, wenn es darum geht, über Ereignisse zu berichten.

Die Pew Research-Studie stellt fest, dass 38 Prozent der Befragten Online-Nachrichten vertrauen, dieses Vertrauen allerdings nicht auch für Blogs gilt.

„Während zwischen 20 und 40 Prozent der Konsumenten in westlichen Ländern Blogs lesen und an ihnen mitwirken, genießen sie im Großen und Ganzen deren Inhalte mit Vorsicht“, berichtet „Herd“. Weltweit geben nur 10 Prozent der Menschen an, den Inhalten von Blogs Vertrauen zu schenken.

Es scheint also, dass die Leute hauptsächlich online gehen, um Geschichten und Klatsch auszutauschen, was wohl nicht gerade bedeutet, dass sie dem Medium auch trauen, wenn es um harte Fakten geht.
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