Dienstag, 13. Juli 2010Facebook-Fanseite rettet nigerianische Fussballmannschaft

Nigerianischer Präsident überdenkt 2-jährige Sperrung für Nationalmannschaft aufgrund von online Fanprotesten.
Der Präsident von Nigeria hat sein Versprechen, das Nationalteam des Landes für zwei Jahre zu sperren, widerrufen. Als Gründe für seine Entscheidung nannte er hauptsächlich die Proteste der Fans auf Facebook.
“Ich habe eure Stimmen gehört”, sagte Präsident Goodluck Jonathan in einem Facebook-Post.
Der Versuch der Nationalmannschaft, in der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, die Krone der Fußballwelt zu erkämpfen, war für den Präsidenten nicht gut genug gewesen und daher verhängte er eine Sperre über das Team. Auch die Fifa hat sich eingeschaltet, die grundsätzlich jegliche Einmischung der Regierung in den Sport untersagt.
Jonathan überdachte die Entscheidung und nahm sie am Montag, noch vor FIFA Deadline, wieder zurück. In einem Statement gab er aber bekannt, dass der nigerianische Fußballbund „ein neues führendes Nationalteam haben werde, das Nigeria zu Ehre und Ruhm auf der Weltbühne führen wird, anstatt dauernde Scham über das Land zu bringen.“
Der plötzliche Sinneswandel des Präsidenten ist auf den Aufschrei des nigerianischen Volkes zurückzuführen, inklusive früherer Regierungsleute der afrikanischen Nation sowie einer wachsenden Anzahl Protestierender auf Facebook.
“Nach dem Lesen eurer Kommentare habe ich diese in die Entscheidung der Regierung, über die Aufhebung der Suspension Nigerias vom internationalen Fußball, mit einbezogen“, teilte Jonathan den Nutzer des Social Networks am Dienstag mit.
Als absoluter Neuling auf Facebook, mit einem Account der erst letzte Woche angelegt wurde, erklärte Präsident Jonathan er habe die Meinungen seiner Facebook-Kontakte genutzt, um den nigerianischen Fußballverbund positiv zu verändern.
“Ich hatte heute ein Treffen mit dem NFF und überbrachte ihnen meine Enttäuschung und die aller Nigerianer auf dieser Seite. Mir wurde versichert, es werde positive Änderung geben.“
In einem anderen Artikel der sowohl Facebook als auch Fußball thematisiert, berichtet die BBC, der Social-Network-Riese dementiere Informationen über ein mögliches Sponsoring des englischen Teams. Auf einer Liste neben Firmen wie Orange, O2 und Santander soll auch Facebook gegenüber „The Sport Briefing“ gesagt haben: „Wir sind nicht in Gesprächen mit dem Englischen Nationalteam bezüglich eines Sponsorings.“