Freitag, 12. Februar 2010Google Buzz bietet Social Networking über Gmail
Google hat seinen jüngsten Schachzug in der Social-Media-Welt bekannt gegeben. Mit Google Buzz will der
Suchmaschinen-Gigant seine unterschiedlichen Services vereinen und zugleich mit seinem neuen sozialen Netzwerk Twitter und Facebook Konkurrenz machen.
Gestern wurde berichtet, dass
Google große Änderungen an seiner Social-Media-Strategie, betreffend Gmail, bekannt geben würde. Es scheint, als ob Google Buzz ein großes Projekt im Hause Google ist. Laut Berichten der Financial Times Online beinhaltet der neue Service Google Buzz die unterschiedlichsten Anwendungen wie
Google Wave und
Google Voice und soll mit der Einfachheit der 140-Zeichen –Tweets von Twitter mithalten können und zugleich seinen Usern ermöglichen, ihr soziales Netzwerk – nach dem Vorbild von Facebook – zu pflegen. Das ist in der Tat eine Mammut-Aufgabe.
Google Buzz wird in Gmail integriert und weist im Design Ähnlichkeiten mit dem von FriendFeed – einem Lifestreaming-Service, der im
August 2009 von Facebook gekauft wurde – auf.
Im offiziellen Google-Blog informierte die
Suchmaschine künftige User: „Google Buzz ist eine neue Art, sich über die Dinge zu unterhalten, die Sie interessant finden. Da es in Gmail integriert ist, müssen Sie nicht erst Ihre Kontakte neu anlegen.
Ziel des Unternehmens ist es, den „Lärm“ in sozialen Netzwerken zu reduzieren, in dem sie eine Plattform anbieten, über die man seine Status Updates, Tweets und Media-Streams sowie die Daten und Informationen zum eigenen Standort verwalten kann.
Google erklärte: “Wenn man drüber nachdenkt, basiert Gmail von je her schon auf dem Prinzip eines großen sozialen Netzwerks. Buzz bringt dieses Netzwerk ans Tageslicht, in dem es die bestehenden sozialen Kontakte in Gmail nutzt und Ihnen automatisch vorschlägt, denen zu folgen, mit denen sie am meisten chatten und mailen.”
“Wir haben uns darauf konzentriert, eine einfache Funktion für den privaten und öffentlichen Austausch von Neuigkeiten, Fotos, Videos und Links zu entwickeln, (damit müssen Sie nicht mehr verschiedene Tools verwenden, um Ihre Kontakte auf den verschiedenen Plattformen zu erreichen). Darüber hinaus lässt sich Buzz nahtlos mit ihrem bestehenden Gmail-Konto integrieren, so erfahren Sie mit Sicherheit über wichtige Dinge in Echtzeit.”
Der neue Service wird den Gmail Nutzern in den nächsten Tagen zur Verfügung stehen und erstellt automatisch eine Liste an Followern aus den bestehenden Kontakten. Wenn sich alle User für den Service anmelden würden, wäre Googles soziales Netzwerk automatisch die Nummer zwei nach Facebook. Wenn die Suchmaschine jedoch die Hoffnung hegt, den Platzhirschen Facebook mit seinen 400 Millionen Nutzern weltweit zu schlagen und die soziale Sphäre zu dominieren, muss sich Google noch mächtig ins Zeug legen.