Dienstag, 29. Juni 2010Google Chef glaubt, dass Smartphones der Schlüssel zur Informationsdemokratisierung sind

Google-CEO Eric Schmidt hat wiederholt das Ziel seines Unternehmens betont, eine treibende Kraft im Dienste der Welt zu sein. Dies, so erklärte er, geschähe aufgrund des Google-Durchbruchs im Bereich Smartphones und Suchmaschinen, der weltweit zu einer Demokratisierung der Informationsgesellschaft beitrage.
Dem Guardian sagte Schmidt: „Im Laufe meines Lebens konnte ich beobachten, wie zunächst nur eine kleine Gruppe Zugang zu den weltweiten Informationen hatte. Bald werden fast alle in der Welt Zugang zu fast allen globalen Informationen haben“.
„Das haben wir den Suchmaschinen, billigen Handys und automatischen Übersetzungen zu verdanken. Das ist eine ziemlich großartige Entwicklung, und
Google ist Teil davon.“
Smartphones sind momentan ein Top-Fokus für das Unternehmen. Auf dem Activate Summit des Guardians sprach der Google-Chef gezielt über die Entwicklungen seines Betriebssystems Android und der Google Handys.
In der Bewertung von Gartner landete Android auf Platz vier der beliebtesten Betriebssysteme für Mobilgeräte im ersten Quartal des Jahres. Platz eins bis drei belegen das Nokias Symbian, das Blackberry von Research in Motion (RIM) und das iPhone von Apple. Doch CEO Schmidt setzt große Hoffnung in die mobile Internetindustrie, vor allem da Google über ein riesiges Netzwerk an Datenzentren verfügt und somit potentiell mehr
Traffic verarbeiten kann als die Mitbewerber.
„Ich glaube, dass jetzt sehr viel Expertise in die Entwicklung von Mobilgeräten investiert wird – es wird hart an Problemen und den besten Lösungen gearbeitet“, sagte Schmidt
“Man weiß, wer der Nutzer ist, und wo er sich gerade befindet. Diese Informationen bekommt man nicht über eine normale Desktop-Anwendung“.
Schmidt betonte auch mehrmals, dass es die Kernphilosophie des Unternehmens sei, “Nichts schlechtes zu tun“, die aus dem Rückzug aus China aufgrund ethischer Gründe geboren wurde. Dieser Schritt wurde innerhalb der Branche von vielen begrüßt, begleitet von der Forderung, dass auch andere Regierungen der Bevölkerung den Zugang zu ihren Informationen gewähren sollten.
als Ausdruck der Forderung an Regierungen Information unzensiert für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Laut Schmidt sind Smartphones der Schlüssel dazu, Informationen für alle zugänglich zu machen.
„Gerätehersteller bekommen besondere Anreize, mehr und billigere Handys herzustellen, und die Handypreise sind drastisch zurück gegangen. Junge Menschen überall auf der Welt, die ein Handy besitzen, können so ziemlich jede beliebige Information abrufen und in ihre Landessprache übersetzen lassen.“ So Schmidt abschließend.
„Das ist eine große Sache – das ist so wie die Erfindung des Fernsehers.“