Dienstag, 22. Juni 2010

Google entwickelt Ein-Klick-Zahlungssystem für Medien-Inhalte

Google entwickelt Ein-Klick-Zahlungssystem für Medien-Inhalte Berichten zu Folge ist Google dabei, eine Infrastruktur für ein Ein-Klick-Bezahlungssystem für Online-Nachrichten zu entwickeln. Dieses würde es Nutzern ermöglichen, aus den diversen Zahlungsmöglichkeiten und den Angeboten der verschiedenen Anbieter zu wählen, darunter Micropayments und langfristige Abonnements.

Die italienische Tageszeitung, La Repubblica, will erfahren haben, dass „Google Ende dieses Jahres ein Zahlsystem, unter dem Namen Newspass, auf den Markt bringen wird, das den Nutzern ermöglicht, Nachrichten per Mausklick zu kaufen. Nachrichtenanbieter können über eine einzige Infrastruktur ihre Stories im Web, für Mobiltelefone und für Tablet-PC gewinnbringend zur Verfügung stellen.“

Google hat kein Geheimnis aus seinen Plänen gemacht, künftig Gebühren für Nachrichteninhalte einzuführen. September letzten Jahres hatte der Suchmaschinen-Gigant bereits seine Pläne für die „Micropayments“, also das Bezahlen für Kleinstbeiträge, die ähnlich wie bei Google Checkout funktionieren sollen, vorgestellt.

Die Antwort von Google auf die durchgesickerten Informationen kam prompt: „Seit längerem ist bekannt, dass wir daran arbeiten, gemeinsam mit Nachrichtenanbietern Wege der Zusammenarbeit zu finden, dazu gehören auch neue Technologien die ihnen helfen könnten neue Abo-Angebote einzuführen.“

„Unser Ziel ist es hier, wie bei jedem unserer Produkte, weltweit ein größtmögliches Publikum zu erreichen.” Jedoch, so der Unternehmenssprecher weiter, gäbe es kein keine aktuellen Neuigkeiten zu berichten.

Die Einführung von kostenpflichtigen Inhalten stellt eine richtungsweisende Neuorientierung für Google dar, der bis jetzt immer ein großer Verfechter des „offenen Internets“ war. Jedoch erklärte das Unternehmen in einem Dokument an den amerikanischen Zeitungsverband im September, „‘offen‘ muss nicht dasselbe wie frei heißen. Wir glauben an ein Internet mit Inhalten, die durch eine Vielzahl von verschiedenen Geschäftsmodellen unterstützt werden können, dazu gehören auch kostenpflichtige Modelle.“

Google wurde immer wieder von Nachrichtenanbietern für die kostenlose Aufbereitung von Artikeln kritisiert, obwohl dieser Service auch den Verlegern und Medien Aufmerksamkeit und erhöhten Traffic einbringt.

Größter Gegner der kostenlosen Angebote von Google war Medienmogul Rupert Murdoch, der erst kürzlich die elektronische Leseplattform Skiff übernommen hat. Damit ist die Einführung von kostenpflichtigen Nachrichten noch ein Stück näher gerückt.
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