Freitag, 13. Februar 2009

Google Video - nützlich oder tückisch?

Die verstärkte Nutzung der Video Search von Google kann für Webseiten sehr nützlich sein und dem durchschnittlichen User eine viel größere Menge an Medien zur Verfügung stellen. Unglücklicherweise haben auch Kriminelle diesen Vorteil erkannt und nutzen Fake-Video-Seiten, um Malware auf die Computer von Google Video-Usern zu laden.

Seit die Anzahl der Videos im Netz stark angestiegen ist, hat Google (gefolgt von weiteren Suchmaschinen) die Zahl der Videoergebnisse auf der ersten Suchergebnisseite heraufgesetzt. Zu Beginn waren YouTube und Google Video die beiden einzigen Seiten, die im Index erschienen. Inzwischen zeigt sich Google offener, und es erscheint regelmäßig eine ganze Anzahl von Seiten auf der ersten Suchergebnisseite und auch in der speziellen Google Video Suchmaschine.

Google zeigt nun auch Ergebnisse für Seiten, die Video Content auf eigenen Domains hosten und bietet einigen so eine gute Traffic-Quelle. Inzwischen können Google auch Video Sitemaps vorgelegt werden, um so detaillierte Information über die Videos auf einer Seite zu bieten, wo immer diese sich auch im Netz befinden mögen.

Dass Videos auch für schlechte Zwecke missbraucht werden würden, war unvermeidlich. Kriminelle haben kürzlich das Vertrauen bei der Video-Suche durch unseriöse SEO-Techniken und ganz altmodische Betrügereien ausgenutzt.

Laut „Trend Micro“ haben 400.000 Suchergebnisse auf Google Video (bitte nicht Googles normalem Index verwechseln!) auf verseuchte Fake-Video-Pages verwiesen, die so optimiert wurden, dass sie im Index erschienen. Einmal auf der Seite, wurde der User dazu gebracht, ein Update für den Flash Player herunterzuladen, um das Video sehen zu können. Das Akzeptieren des Downloads brachte dem User einen Virus ein (WORM_AQPLAY.A), der auf dessen Computer installiert wurde.

Wer die Seite nutzte, ohne von Google Video auf sie verwiesen worden zu sein, infizierte seinen Computer nicht. Dies machte es schwierig, die entsprechenden Seiten aufzuspüren und konzentrierte den Missbrauch auf User, die aktiv nach Video-Seiten gesucht hatten und deshalb leichter zu Opfern wurden.

„Google arbeitet hart daran, User vor Malware zu schützen, und Google Video oder jedes andere Google-Produkt zu nutzen, um Malware zu verbreiten, ist ein Verstoß gegen unsere Regeln“, meinte ein Google-Pressesprecher zu dem Problem.
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