Der Suchmaschinengigant Google – der mit seinem Betriebssystem Android und seinem Handy Nexus One den Mobilmarkt für sich erschlossen hat – dringt mit der Einführung von Google Voice für die breite Masse immer weiter in den Telefonmarkt ein. Google hat seinen VoIP-Dienst für die US-Nutzer geöffnet. Mit Google Voice sind die Anwender unter einer Nummer an all ihren Anschlüssen (Festnetz zu Hause, Arbeit und Handy) erreichbar. Laut dem offiziellen Google Blog haben bereits fast eine Million Amerikaner Google Voice getestet.
In dem Blog äußerten sich die verantwortlichen Produkt-Manager Craig Walker und Vincent Paquet folgendermaßen: „Wir sind sehr stolz auf die Fortschritte, die wir mit Google Voice in den letzten Jahren gemacht haben. Wir kratzen aber noch an der Oberfläche, dessen was möglich ist, wenn man sein reguläres Festnetz mit der jüngsten Internet-Technologie verbindet.“
Zusätzlich zu seiner Funktion eine Nummer für mehrere Anschlüsse bietet Google Voice auch die Funktion Voicemail, mit der Sprachnachrichten in Emails umgewandelt werden. Zudem können Nutzer SMS-Nachrichten kostenlos versenden und empfangen, vergünstigte Telefonate ins Ausland führen sowie unerwünschte Anrufe blockieren.
Al Hilwa, Analyst bei IDC, sagte, dass dieser Schritt die gesamte Mobilindustrie, wie wir sie derzeit kennen, verändern wird.
„Da der Fokus bei der Monetarisierung für die Serviceanbieter nicht mehr beim eigentlichen Sprachservice und Minutentakt liegt, sieht es so aus, als ob der Markt sich immer mehr in Richtung IP-basierte Sprachdienste, wie Google Voice, entwickelt“, so Hilwa im Interview mit der PC World.
„Die Verfügbarkeit von Google Voice auf Smartphones und anderen mobilen Geräten wird die Mobilfunkbetreiber unter Druck setzen und diese dazu bringen, ihre Services weiter aufzuspalten.“
Google machte keine Angaben dazu, wann der Service außerhalb der USA zur Verfügung stehen wird.














