Freitag, 6. März 2009

Microformate im Affiliate Marketing

6. März 2009

Von Stefan Benaburger, Teamleader Editorial

Affiliate-Netzwerke sind ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten mit denen Affiliates ihre Merchant-Websites pushen können. Waren es Ende der 90er noch hauptsächlich Banner, so gibt es mittlerweile mannigfache Möglichkeiten, die Merchant-Webseite zu vermarkten: Widgets, Coupons, Product-Feeds und noch einiges mehr…

Heutzutage ist es dabei für Online-Händler fast schon zwingend, ihre Affiliates mit Product-Feeds zu versorgen, wenn man denn schon maximalen Nutzen aus dem Affiliate-Netzwerk ziehen will und auf hohe Absatzzahlen aus ist. Einen guten Product-Feed zu entwickeln, kann jedoch recht aufwändig sein und bisweilen auch einiges an Budget verschlingen. Dennoch muss einem als Merchant nicht Angst und Bange werden, denn Google Base hat sich mittlerweile der Sache angenommen und akzeptiert nun auch shopping.com- und shopzilla-Feeds. Dieser Schachzug von Google könnte vielen Merchants einige Kosten ersparen, da sie nun für Google Base keine separaten Feeds mehr entwickeln müssen.

Microformats

So wie sich HTML weiterentwickelt, glaubt bigmouthmedia, dass Microformats eine zunehmend größere Rolle im Netz spielen werden – für Affiliate Marketing wie auch für Google Base. Microformats sind HTML-Schnipsel, die man anderen HTML-Bereichen zuweisen kann. Statt als einfache HTML-Attribute, wird der Quelltext mit bestimmten Microformats ausgezeichnet, so dass für eine Software wie z.B. Browserplugins oder Suchmaschinen möglich ist, die Information auszulesen und sie an andere Anwendungen wie Adressbücher oder auch Routenplaner zu übergeben.

Beispiel für Microformats:

Microformate im Affiliate Marketing










Diese Microformats werden in zukünftigen Entwicklungen eine große Rolle spielen: So werden bald alle Retail-Websites CMS-Systeme nutzen. Innerhalb eines CMS werden Produkt-Seiten auf der Basis von Templates erstellt werden. Die meisten Retail-Websites werden ihre Affiliates mit Product-Feeds versorgen, wobei man mit Microformaten Product-Feeds aus bereits bestehenden Quellen generieren kann.

Microformats in Action
  • Neue HTML-Standards nutzend, können die Merchants ihre Produkt-Seiten mit spezifischen Microformaten versehen.
  • Das Affiliate-Netzwerk könnte einen Crawler wie den Googlebot losschicken, der die Merchant-Webseite durchsucht und alle Daten extrahiert, die in dem Microformat untergebracht wurden.
  • Mit diesen Daten werden Datenbanken gefüllt und den Affiliates auf unterschiedliche Art und Weise (Feeds, CSV, XML, oder TSV etc.) zur Verfügung gestellt.

Mit Microformaten ist also beiden Seiten gedient: Der Merchant kann seine Affiliates leichter mit Daten versorgen und die Affiliates können diese einfacher als bisher einsetzen.

Mittlerweile versuchen sich sowohl Google als auch Yahoo! an den Microformaten: GoogleMaps in Form der „hCard“ und Yahoos Kelkoo mit dem sog. „hListing“. Allerdings gibt es dafür noch keinen offiziellen W3C-Standard. Wir von bigmouthmedia prophezeien jedoch, dass sich das bald ändern könnte.
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