Online News überholen Zeitungen in USA

Online News überholen Zeitungen in USA Eine aktuelle Studie fand heraus, dass 11 Prozent mehr Amerikaner online gehen, um die Nachrichten zu lesen, als sich eine Zeitung zu kaufen. Das könnte die Einstellung von Verlagen hin zu kostenpflichtigen Online-Inhalten in Zukunft beeinflussen.

Nach Berichten der BBC, hat das Pew Research Center herausgefunden, dass Online-News bei den Amerikanern den dritten Platz auf der Beliebtheitsskala bei der Nachrichtenversorgung einnehmen. Aus der Studie geht hervor, dass 61 Prozent der Befragten die Nachrichten regelmäßig online lesen. Damit liegt das Internet nur knapp hinter den lokalen Fernsehsendern, die zu 78 Prozent als aktuelle Informationsquelle genutzt werden. Auf dem zweiten Platz landen mit 72 Prozent die landesweiten Sender und Kabelfernsehen wie NBC, CNN oder Fox News.

Die Zahlen zeigen unter anderem auch die Vielfalt der genutzten Medien, die meisten Studienteilnehmer nutzen täglich mehr als nur eine Quelle, um sich über das Weltgeschehen zu informieren. 90 Prozent verlassen sich nicht nur auf eine Quelle und 57 Prozent besuchen dazu sogar bis zu fünf verschiedene Internetseiten täglich.

Amy Mitchell, Stellvertretende Direktorin im Pew Research Centers für das laufende Projekt, sagt, dass die Amerikaner „die Nachrichtenlandschaft sowohl offline als auch online abgrasen – dies jedoch nicht im übertriebenen Maß“.

Mitchell erklärte: „Die meisten nutzen nicht nur eine bestimmte Internetseite, suchen aber auch nicht ziellos im Netz nach Informationen. Die meisten Nutzer wenden sich zur Nachrichtenversorgung an eine Handvoll verschiedener Seiten.“

Mit der wachsenden Beliebtheit von Online-News sinkt fast zwangsläufig die Zahl der Zeitungsleser. So hat sich die Leserschaft, sowohl bei lokalen als auch bei den landesweiten Zeitungen, mittlerweile um 50 Prozent verringert.

Dieser Rückgang bei den Zeitungen und den Anzeigenbuchungen hat bereits Folgen für viele Verlage auf beiden Seiten des Atlantiks. So mussten viele kleinere Unternehmen schließen und größere Organisationen drastische Personalkürzungen vornehmen. Daily Mail und General Trust verkleinerten ihren regionalen Ableger Northcliffe Media, der für mehr als 100 Zeitungen in England und Wales verantwortlich ist, um 1.000 Mitarbeiter.

Rupert Murdoch, Vorstandsvorsitzender und CEO von News Corp, machte Ende letzten Jahres ebenfalls Schlagzeilen, als er bekannt gab, dass Nachrichten nicht länger kostenlos auf Google bereitstehen würden und Leser ab sofort nur noch kostenpflichtig Zugriff auf die Nachrichten der News Corp hätten. Diesen Schritt wagten kurz danach auch andere Unternehmen, inklusive einiger regionaler Verlage. Bereits jetzt lässt sich also ablesen, dass das Internet in Zukunft die Hauptquelle für kostenpflichtige News-Inhalte sein wird.

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