Freitag, 6. März 2009Online-Umsätze am Black Friday gestiegen
Von Stefan Benaburger, Teamleader EditorialTrotz Wirtschaftsrezession und Bankenpleite scheinen viele Konsumenten noch genügend Geld für das anstehende Weihnachtsfest zur Verfügung zu haben. Vor allem im Bereich Online-Shopping konnte man immerhin um fast 2% zulegen: im Vergleich zu 531 Millionen US-Dollar im Jahr 2007 auf aktuell 534 Millionen US-Dollar.
Dies ergab eine Studie des Marktforschungsinstitutes comScore anlässlich des Black Friday. So wird in den USA der Freitag nach Thanksgiving genannt. Und da es immer das letzte Wochenende im November ist, gilt der Black Friday als traditioneller Familientag und markiert gleichzeitig den Start des Weihnachtsgeschäftes. Bei PayPal, dem Online-Bezahlservice von eBay, sieht die Umsatzentwicklung sogar noch besser aus. Am Black Friday verzeichnete man hier, laut heise.de, eine Zunahme des Transaktionsvolumens von 34 Prozent.
Hinzu kommt, dass der Online-Handel am Thanksgiving-Day selbst, also am 27. Nov., sogar um 6% zugenommen hat. Kam man im Jahr 2007 zum gleichen Zeitpunkt auf einen Umsatz von 228 Millionen Dollar, so konnte man für dieses Jahr einen Anstieg auf 272 Millionen Dollar verbuchen.
Zurückzuführen sei dieses punktuelle Umsatzwachstum laut comScore auf zwei Ursachen: zum einen auf die Hoffnung unter all diesen Aktionsangeboten die günstigsten Schnäppchen zu entdecken und so trotz gesunkener Kaufkraft noch attraktive Geschenke vorweisen zu können. Der zweite Grund könnte sein, dass man einfach das Einkaufen in verstopften Fußgängerzonen und überfüllten Kaufhäusern vermeiden will und stattdessen bequem von zu Hause aus shoppt. So ist der Studie auch zu entnehmen, dass 84 Prozent der Einkäufe nach acht Uhr morgens stattfanden, bei einem deutlichen Höhepunkt zwischen 12 und 16 Uhr.
Diese Zwei-Tages-Zuwächse stehen allerdings in Kontrast zu den restlichen Zahlen des Novembers, die über den gesamten Monat gerechnet einen Umsatz-Rückgang beim Online-Shopping von 4% belegen. So darf man gespannt sein, was der sog. Cyber-Monday am 1. Dezember bringen wird, der Tag, der für die US-Online-Retailer den Beginn des Weihnachts-Online-Geschäfts markiert.
Gian Fulgoni, Chairman von comScore, erklärt dieses Black-Friday-Phänomen so: „Vermutlich reagieren die Konsumenten positiv auf die überaus offensive Werbung und ebenso auf die zahlreichen Schnäppchenangebote des Einzelhandels.
Spannend wird es nun zu sehen, wie die Konsumenten am Cyber Monday auf ähnliche Angebote von Seiten der Online-Retailer reagieren.“