Dienstag, 10. Februar 2009

User werden Google häufig untreu

10. Februar 2009

Von Stefan Benaburger, Editor

Neue Ergebnisse zeigen, dass Google nicht so stark dominiert wie angenommen. Je spezieller die Suchanfrage, desto mehr kommen andere Suchmaschinen zum Zug.

User werden Google häufig untreu Eines vorweg: Googles führende Rolle bei den Online-Suchanfragen ist nach wie vor ungebrochen und die eingefleischten Googlianer sind überaus loyale Anhänger. Jedoch ergab eine Studie des Marktforschungsinstitutes Forrester Research, dass nur wenige User komplett auf Google vertrauen. Den Daten zufolge surfen nur 20 Prozent der User bei einer Suchanfrage ausschließlich auf die Google-Homepage. So verzeichnet Yahoo! bei vergleichbaren Suchanfragen immerhin eine Fangemeinde von 8 Prozent.
Und eher abgeschlagen findet die mit Google-Technologie unterstützte AOL-Suche mit nur 3 Prozent aller getätigten Suchanfragen statt.

Die User sind mittlerweile so erfahren, dass sie wissen, für bestimmte und eher spezifische Suchanfragen auch andere Suchmaschinen einzusetzen, die womöglich sehr viel effektiver suchen und Ergebnisse liefern, die besser mit der jeweiligen Suchanfrage übereinstimmen. So ist für die Suche nach den neuesten Schlagzeilen oder den aktuellsten Börsenkursen die Google-Homepage nicht unbedingt die erste Wahl. Börsianer bevorzugen beispielsweise für ihre börsenrelevanten Suchanfragen doch lieber das Suchportal www.dx-start.de .

Der Marktführer Google sollte es sich daher auf seinem dicken User-Polster nicht zu gemütlich machen, denn im Internet wurden schon viele Branchenchampions mit verblüffender Schnelligkeit von ihrem Podest gestoßen. Auch der Webgigant aus Mountain View sollte die Redensart beherzigen, dass Beständigkeit nur durch Wandel aufrecht erhalten werden kann.

Was bedeuten diese Ergebnisse für den Online-Marketing-Markt? Natürlich muss man unbedingt weiter auf Google und auf Yahoo! Werbung treiben, jedoch werden clevere Search-Marketer zusätzlich auch auf sogenannte Nischen-Zielgruppen setzen. Sie werden dazu die weniger teuren und häufig flexibleren Channels von AOL, MSN live.com, Ask.com nutzen oder die Internet Service Provider direkt mit einbinden.
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