Freitag, 13. Februar 2009Wird Noca zum neuen Rivalen von Paypal?

Noca, ein neues Online-Payment-Unternehmen, hat eine Beta-Version seines neuen Online-Payment-Systems herausgebracht. Das kalifornische Start Up, das von früheren Visa-Managern geführt wird, bietet Online-Shoppern die Möglichkeit, ohne den Einsatz einer Kreditkarte direkt vom Girokonto zu zahlen.
Wenn Sie schon einmal etwas bei eBay verkauft haben, wissen Sie, wie hoch der Prozentsatz ist, der an Unternehmen wie Paypal oder die Kreditkartenfirma des Käufers geht. Die Gebühren liegen meist um die 2-3%-Marke und für den Online-Handel, der sowieso mit sehr knappen Margen arbeitet, kann dies den Profit erheblich schmälern.
Noca, das in diesem Bereich großes Potential sieht, bietet Verkäufern eine neue Bezahlungsmethode, die diese nur 0,25% der Transaktionen kosten wird, ein Bruchteil der Gebühren der Wettbewerber.
Dem Kunden bietet Noca Sicherheit beim Online-Shopping. Denn im Gegensatz zu anderen Bezahlsystemen, ermöglicht es Noca, den Verkäufer durch „Sicherheitschecks“ sicher über das eigene Bankkonto zu bezahlen.
Die meisten e-Payment-Systeme lassen nur Kreditkarten zu. Noca arbeitet dagegen mit Lastschriften, das Geld wird also direkt von den Konten der Kunden abgebucht. Noca ist der Meinung, dass dieses neue System Online-Shopping sicherer gestalten wird und für die Kunden weniger Gefahren wie Online-Betrügereien birgt.
Um die Sicherheit weiter zu vergrößern, schickt Noca dem Kunden auch einen Code per E-Mail, der eingegeben werden muss, um die Transaktion auszuführen.
Noca ist kein Neuling auf dem Gebiet des e-Payments, sondern hat sich bereits einen Namen mit Facebook Applikationen wie OneClickPay und HelpYour World gemacht. Ob das Unternehmen es allerdings mit einem Rivalen wie Paypal aufnehmen kann, steht auf einem anderen Blatt.
Zugegebenerweise ist das Bezahlsystem von Noca sowohl für Verkäufer als auch für Käufer sinnvoll. Allerdings werden die Verkäufer das System nur dann übernehmen, wenn es auch bei den Kunden gut ankommt.
Da sicheres Shoppen auf jeden Fall ein gutes Verkaufsargument ist, stellt sich eher die Frage, ob sich die Kunden dazu bewegen lassen, ihre Kreditkarten komplett aufzugeben.